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Freitag, 18. Mai 2012
Projekt Stille Örtchen [Ku] Drucken E-Mail
Geschrieben von: Susanne Thäsler   
Montag, den 13. Dezember 2010 um 11:07 Uhr

Fachbereich Kunst Fritz-Karsen-Schule BerlinStille Örtchen - eine künstlerische Annäherung

Im vergangenen Halbjahr gab es einen unangenehmen Vorfall an unserer Schule. Zwei Schülerinnen beschädigten die Toiletten derart, dass diese unbenutzbar wurden. Kein Einzelfall, denn immer wieder und überall ist der Vandalismus in und an den Schulklos ein Ärgernis für die Schulgemeinschaft. Klos sind Gestank, Dreck und Ekel, aber auch Rückzugsort und lehrerfreie Zone, in der kommuniziert, geweint und gelacht wird.

Toiletten sind Teil unseres Alltags und so wichtig wie Essen und Atmen. Die sind Teil unseres Lebens und unserer Kultur und damit werden sie auch für die Kunst interessant. Erstmalig hat ein Künstler, Herr Matthias Scheliga, sich dieser heiklen Thematik zusammen mit Schülern angenommen um diese künstlerisch zu bearbeiten. Es ging nicht um Renovierungsvorschläge, auch wenn diese vielleicht eine Folge des Projektes sein könnten, sondern um eine Erforschung der Thematik mit künstlerischen Mitteln. So haben die am Projekt beteiligten Schüler gefilmt, fotografiert, gemalt und skulptural gearbeitet. Am Anfang teilweise mit Ablehnung, im Fortgang des Prozesses jedoch mit immer kühneren Ideen. Dass gerade ein Umdenken in Bezug auf das Stille Örtchen stattfindet, zeigte auch er Welttoilettentag am 11. November, der auf die unzureichenden hygienischen Bedingungen in vielen Ländern der Erde hinweisen will.

Das Projekt im Schulalltag unterzubringen, gelang nicht immer ohne Schwierigkeiten. Da mit der Befürwortung von Projektmittel nie sicher gerechtet werden kann, ist eine langfristige Planung kaum möglich. Zudem waren Projekttage in dem kurzen Schuljahr kaum unterzubringen und es sei allen Kollegen gedankt, die ihre Stunden für das Projekt zur Verfügung gestellt haben. Dann verunglückte die Projektleiterin und Herr Scheliga musste einige Wochen allein weiterarbeiten. Dass die Ausstellung nun wie geplant stattfinden kann, ist seinem zusätzlichen Engagement und auch den Kollegen zu danken, die in ihrem Vertretungsunterricht die Arbeit weitergeführt haben.

Gefördert durch:
Fritz-Karsen-Schule Berlin